Gut zu wissen: Versicherungswissen zur Verfügung gestellt von UVK
Bild: ©AdobeStock/Robert Kneschke

Gut zu wissen: Unterversicherung

Versicherungswissen zur Verfügung gestellt von UVK. 

Neue Küche, Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Pool: In vielen Häusern steckt heute deutlich mehr Wert als noch vor einigen Jahren. Doch wurde auch der Versicherungsschutz entsprechend angepasst?

Ein Zuhause bleibt selten so, wie es beim Einzug war. Mit der Zeit wird renoviert, erweitert und technisch aufgerüstet. Aus der einfachen Terrasse wird ein Wintergarten, aufs Dach kommt eine Photovoltaikanlage, im Garten entsteht ein Pool und die Haustechnik wird immer smarter. All das steigert den Wert des Eigenheims – und kann dazu führen, dass eine vor Jahren abgeschlossene Versicherung nicht mehr zur aktuellen Situation passt.

Unterversicherung entsteht oft unbemerkt

Von Unterversicherung spricht man vereinfacht gesagt dann, wenn der tatsächliche Versicherungswert höher ist als jener Wert, der der Polizze zugrunde liegt. Das Problem zeigt sich meist erst, wenn ein Schaden passiert.

Ein klassisches Beispiel:
Beträgt der tatsächliche Wert des versicherten Haushalts 100.000 Euro, die Versicherungssumme aber nur 70.000 Euro, besteht rechnerisch eine Unterversicherung von 30 Prozent. Je nach Vertragsgestaltung kann das dazu führen, dass auch ein Teilschaden entsprechend gekürzt wird. Aus 10.000 Euro Schadenersatz könnten dann beispielsweise nur 7.000 Euro werden.

Besonders unangenehm: Eine Unterversicherung muss nicht durch einen großen Zu- oder Umbau entstehen. Häufig wächst der Wert Schritt für Schritt – und genau deshalb bleibt die Veränderung lange unbemerkt.

Das moderne Zuhause ist mehr wert

Viele Eigenheim- und Haushaltsversicherungen verfügen über eine Wertanpassung beziehungsweise Indexklausel. Sie soll dafür sorgen, dass Versicherungssummen und Prämien mit der allgemeinen Preisentwicklung Schritt halten.

Das ist wichtig, schützt aber nicht automatisch vor jeder Unterversicherung. Denn eine Indexanpassung weiß nichts davon, dass Sie Ihr Haus erweitert, eine hochwertige Küche eingebaut oder neue Haustechnik installiert haben. Solche Veränderungen sollten daher dem Versicherungsmakler bekannt gegeben und in der Polizze berücksichtigt werden.

Die Indexierung kann nicht alles auffangen

Was früher vielleicht aus Heizung, Küche und einigen Elektrogeräten bestand, ist heute oft technisch hochgerüstet. Photovoltaikanlage samt Speicher, Wärmepumpe, Klimaanlage, Wallbox, elektrische Beschattung, Alarmanlage, Smart-Home-Steuerung oder hochwertige Pooltechnik können beträchtliche Investitionen darstellen.

Dazu kommen neue Möbel, eine hochwertige Küche, ein ausgebauter Keller oder Dachboden, Wintergarten, Carport und andere Zu- und Umbauten. Auch der Wohnungsinhalt wächst mit den Jahren: Fernseher, Computer, Fahrräder, Sportausrüstung, Schmuck und andere Anschaffungen summieren sich.

Wichtig ist dabei nicht nur die Frage, ob die Versicherungssumme noch ausreicht. Bei neuer Haustechnik sollte auch geprüft werden, ob die jeweiligen Anlagen überhaupt im vereinbarten Deckungsumfang enthalten sind.

Was bringt ein Unterversicherungsverzicht?

Zusätzliche Sicherheit kann ein vereinbarter Unterversicherungsverzicht bieten. Vereinfacht gesagt verzichtet der Versicherer dabei unter bestimmten Voraussetzungen darauf, einen Schaden wegen Unterversicherung anteilig zu kürzen. Wie dieser Verzicht ausgestaltet ist und welche Voraussetzungen oder Grenzen gelten, unterscheidet sich jedoch je nach Vertrag.

Auch ein Unterversicherungsverzicht ist deshalb kein Freibrief, die Polizze jahrelang unverändert liegen zu lassen. Spätestens nach größeren Anschaffungen, Sanierungen oder Umbauten sollte der Versicherungsschutz überprüft werden.

Unser Tipp

Gehen Sie gedanklich einmal durchs Haus und rund ums Grundstück: Was ist seit Abschluss Ihrer Polizze dazugekommen? Neue Küche, Pool, Photovoltaik, Wärmepumpe, Klimaanlage, Wallbox, Smart Home, Wintergarten oder hochwertige Einrichtung? Je länger die Liste wird, desto eher lohnt sich ein Versicherungscheck.

Informieren Sie uns über größere Anschaffungen, Modernisierungen sowie Zu- und Umbauten. Wir prüfen, ob Versicherungssummen und Deckungsumfang noch zu Ihrem heutigen Zuhause passen und ob alle neuen Werte richtig berücksichtigt sind. Denn Ihre Polizze sollte nicht das Zuhause von gestern absichern, sondern das, in dem Sie heute leben.

Kontaktieren Sie uns!

Das Expertenteam von UVK steht Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Friesenecker

Sandra Friesenecker
UVK Privatkundenberaterin
T: 07582 52155-128
E: s.friesenecker@uvk.at

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E: j.lukic@uvk.at

Michaela Reichenpfader
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