Schulstart: Versicherungsschutz für Kinder im Check
Neue Klasse, neue Lehrer, vielleicht sogar ein neuer Schulweg: Mit dem Schulstart beginnt für Kinder und Eltern wieder ein neuer Alltag. Ein guter Zeitpunkt, auch den Versicherungsschutz der Familie unter die Lupe zu nehmen. Denn beim Versicherungsschutz für Kinder macht es einen wesentlichen Unterschied, wo und in welchem Zusammenhang ein Unfall passiert.
Unfälle gehören leider zum Aufwachsen dazu. Im Jahr 2025 mussten in Österreich rund 119.600 Kinder bis 14 Jahre nach einem Unfall ambulant oder stationär im Spital behandelt werden. Umso wichtiger ist es für Eltern zu wissen, welcher gesetzliche Schutz besteht – und wo Lücken bleiben.
Versicherungsschutz für Kinder in Schule und auf dem Schulweg
Schüler sind automatisch gesetzlich unfallversichert. Geschützt sind grundsätzlich Unfälle, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Schulausbildung stehen. Dazu gehören nicht nur Unfälle während des Unterrichts, sondern beispielsweise auch bei Wandertagen, Sport- und Projektwochen, Exkursionen oder anderen schulbezogenen Veranstaltungen.
Auch der direkte Weg vom ständigen Aufenthaltsort zur Schule und wieder zurück ist versichert. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob das Kind zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in einer Fahrgemeinschaft unterwegs ist. Ein aus rein privaten Gründen gewählter Umweg kann den gesetzlichen Schutz allerdings unterbrechen.
Gut zu wissen: Die gesetzliche Unfallversicherung leistet bei einem anerkannten Schulunfall nicht nur für die unmittelbare Unfallbehandlung. Je nach Unfallfolgen können beispielsweise auch Rehabilitation, Leistungen für Zahnersatz oder Prothesen sowie bei bleibenden Beeinträchtigungen Geldleistungen zum Tragen kommen.
Passiert ein Schulunfall, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass dieser tatsächlich gemeldet wird. Die Schule ist verpflichtet, entsprechende Unfälle innerhalb der gesetzlichen Frist an die AUVA zu melden. Für Eltern empfiehlt es sich daher, bei einem Unfall nachzufragen, ob die Meldung erfolgt ist – vor allem dann, wenn eine ärztliche Behandlung notwendig war oder sich mögliche Spätfolgen nicht ausschließen lassen.
Wenn die klassische Deckung nicht reicht
Nicht jeder Schaden an einer Klimaanlage entsteht durch Sturm, Feuer oder Leitungswasser. Auch elektrische Schäden, Material- oder Herstellungsfehler, Ungeschicklichkeit oder mechanische Einwirkungen können eine Anlage außer Gefecht setzen.
Hier kommt die Technikversicherung ins Spiel. Solche Deckungen werden häufig als Zusatzbausteine zur Eigenheimversicherung angeboten und können technische Einrichtungen gegen Risiken absichern, die über die klassischen versicherten Gefahren hinausgehen.
Gerade bei einer hochwertigen Klimaanlage lohnt es sich deshalb, genau hinzusehen: Ist nur das Gerät selbst berücksichtigt oder auch die dazugehörige Steuerungs- und Elektrotechnik? Welche Schadenursachen sind eingeschlossen? Und gibt es Entschädigungsgrenzen oder Selbstbehalte?
Auch Kondenswasser kann zum Thema werden. Tritt aufgrund eines Defekts Wasser aus und beschädigt Böden, Wände oder Einrichtung, hängt die Leistung davon ab, wodurch der Schaden entstanden ist und welche Deckung vereinbart wurde.
Nach Unterrichtsschluss sieht es anders aus
Fußballtraining, Spielplatz, Fahrradtour oder Toben im Garten: Passiert ein Unfall in der Freizeit, fällt dieser nicht unter die gesetzliche Unfallversicherung für Schüler.
Die medizinisch notwendige Behandlung übernimmt grundsätzlich die gesetzliche Krankenversicherung. Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, die bei einem anerkannten Schulunfall möglich wären, stehen bei einem reinen Freizeitunfall jedoch nicht zur Verfügung.
Gerade beim Versicherungsschutz für Kinder lohnt sich deshalb ein Blick darauf, welche Absicherung auch außerhalb von Schule und Schulweg besteht. Genau hier setzt die private Unfallversicherung an. Sie kann – abhängig von der konkreten Vertragsgestaltung – finanzielle Folgen einer dauernden Invalidität abfedern, etwa durch eine Kapitalleistung oder eine vereinbarte Unfallrente. Je nach Tarif können weitere Leistungen wie Bergungs- und Rückholkosten oder Assistance-Leistungen eingeschlossen sein.
Entscheidend ist dabei nicht allein, dass eine Unfallversicherung vorhanden ist. Versicherungssumme, Progression, versicherte Leistungen und mögliche Ausschlüsse sollten zur persönlichen Situation der Familie passen. Gerade bei älteren Verträgen lohnt sich deshalb ein regelmäßiger Blick in die Polizze.
Auch die Haftpflichtversicherung gehört zum Familien-Check
Beim Spielen fliegt der Ball durch das Fenster des Nachbarn, beim Radfahren wird ein parkendes Auto beschädigt oder ein anderer Mensch wird verletzt: Auch Kinder können Schäden verursachen, die schnell teuer werden.
Eltern haften nicht automatisch für Schäden ihrer Kinder. Eine eigene Haftung der Eltern kann insbesondere dann entstehen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht schuldhaft verletzt haben. Wie weit diese Aufsichtspflicht reicht, hängt unter anderem vom Alter und der Reife des Kindes sowie von der konkreten Situation ab. In bestimmten Fällen kann auch ein Kind unter 14 Jahren selbst zum Schadenersatz herangezogen werden.
Eine private Haftpflichtversicherung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Familienabsicherung. Sie prüft Schadenersatzforderungen, übernimmt berechtigte Ansprüche im Rahmen des Vertrages und wehrt unberechtigte Forderungen ab.
Bei vielen Familien ist der Haftpflichtschutz bereits über die Haushaltsversicherung vorhanden. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen: Sind tatsächlich alle Kinder mitversichert? Bis zu welchem Alter? Welche Voraussetzungen gelten hinsichtlich gemeinsamen Haushalts, Ausbildung oder eigenem Einkommen? Gerade wenn die Kinder älter werden, kann sich der Versicherungsstatus verändern.
Unser Tipp
Der Schulstart ist ein guter Anlass für einen kurzen Familien-Polizzencheck. Prüfen Sie, ob alle Familienmitglieder ausreichend unfall- und haftpflichtversichert sind und ob bestehende Versicherungssummen und Leistungen noch zur aktuellen Lebenssituation passen.
Sie möchten wissen, wie Ihre Familie derzeit abgesichert ist? Wir prüfen Ihre bestehenden Polizzen und zeigen Ihnen, wo Anpassungsbedarf besteht.
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