UVK Versicherungstipp | Richtig reagieren bei Wildunfall

Wildunfall

Bild: (c) AdobeStock/m.mphoto

Wildunfall - so zahlt die Versicherung

Wenn die Tage kürzer werden und es wieder früher dunkel wird, passieren vermehrt Wildunfälle. In unserem aktuellen Versicherungstipp erfahren Sie, wie Sie Unfällen mit Wildtieren vorbeugen können, wie Sie im Ernstfall richtig reagieren und was nach einem eventuellen Unfall zu tun ist.

Im Herbst finden wieder vermehrt Autofahrten in der Dämmerung oder in der Dunkelheit statt. Dazu kommt die verstärkte Gefahr von Wildwechsel durch die Brunftzeit des Rotwilds. Es ist also kein Wunder, dass es in dieser Zeit die Zahl der Wildunfälle steigt.

Von Ausweichmanövern wird abgeraten
Glücklicherweise führt Wildwechsel nicht immer zu schweren Unfällen, die Sachschäden können allerdings beträchtlich sein. Und dann stellt sich die Frage: ist der Schaden durch die Versicherung gedeckt? In diesem Zusammenhang wird allgemein von Ausweichmanövern abgeraten. Einerseits ist dieses meist riskanter und die Verletzungsgefahr für die Autoinsassen ist höher. Andererseits hat man im Schadensfall bei einer Teilkaskoversicherung möglicherweise schlechte Karten. Wie Gerichtsurteile belegen, kann es besonders dann zu Komplikationen kommen, wenn es sich um Kleintiere wie zum Beispiel Hasen handelt. Darum – auch wenn es drastisch klingt – zumindest bei Kleintieren nicht ausweichen! Stattdessen bremsen, Lenkrad gut festhalten und in der Spur bleiben.

So können Sie vorbeugen
Wildunfällen kann aber vorgebeugt werden. Etwa, indem Sie Ihre Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen und in besonders betroffenen Gebieten die gesamte Fahrbahn aufmerksam im Auge behalten. Wenn ein Tier auftaucht, gilt: stark bremsen, Lenkrad gut festhalten, abblenden und hupen. Bedenken Sie, dass Personenschäden meist nicht durch die Kollision mit dem Wildtier passieren, sondern die Folge misslungener Ausweichmanöver sind.

Was nach dem Unfall zu tun ist
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Wildunfall, gelten folgende Verhaltensregeln:

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern
  • Erstversorgung eventuell verletzter Personen
  • Unbedingt umgehend die Polizei und/oder die örtliche Jägerschaft verständigen (die Verständigung des Jägers übernimmt meist die Polizei). Wichtig: für die Kaskoversicherung ist in jedem Fall eine polizeiliche Meldebestätigung erforderlich!
  • Keinesfalls die verletzten oder toten Wildtiere berühren und schon gar nicht mitnehmen! Sie machen sich damit strafbar!
Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt!
 

Unser Tipp: Für Wildschäden ist eine Teilkaskoversicherung normalerweise ausreichend. Zu Komplikationen kann es jedoch bei Schäden nach dem Versuch Kleintieren auszuweichen kommen. In diesem Fall bietet nur eine Vollkaskoversicherung zuverlässigen Schutz. Diese deckt die Reparaturkosten verschuldensunabhängig, sofern der Unfall nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde. Wir beraten Sie jederzeit gerne – bitte kontaktieren Sie uns!

Beitrag teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on telegram
Share on email